Ich meine mich zu erinnern, dass ich GTA III nicht komplett durchgespielt habe bzw. mich nur schnell am Ende der Spielphase dazu zwang – daher habe ich recht wenig Nostalgie für den letzten Teil der Karte, der am ehesten noch Landschaften von New Jersey glich. In “Shoreside Vale”, diesem dritten Abschnitt von Liberty City, gab es aber auch nicht so viel zu tun und zu sehen, oder? Damm und Flughafen nahmen hier großflächig Teile der Karte ein. Man konnte viel herumfahren, daran erinnere ich mich.
Und wenn das damals dein Lieblingsfeature war, gibt es jetzt eine ganz besondere Fankreation, die dein Herz höher schlagen lässt: In dem Mod Update Liberty wird die gesamte Kartenfläche verdoppelt um eine komplette Neuschöpfung, die die ländlichen Gegenden hier aus Richtung Pennsylvania und New York als Vorbild nimmt. Viel mehr als herumfahren kann man nicht, aber ich finde es beeindruckend, wie liebevoll hier 25 Jahre später die Karte durch diese Gebiete ergänzt wurde und sich recht authentisch in das bestehende Stadtbild von Rockstar einfügt.
Auf dem Papier sollten Flachbildschildschime wie moderne OLEDs Röhrenfernseher schlagen, da gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Hochauflösende Bilder, tiefste Schwarztöne, bessere Kontraste. Doch der Test zeigt, dass dahinter mehr steckt als nur Nostalgie. Da Motion Blur kein Thema ist, wirken die virtuellen Welten viel greifbarer und lebhafter, weniger gerendert. Das lässt mich nachdenken. Ich habe einen alten Röhrenfernseher für meine alten Konsolen, aber keinen guten, großen aus der letzten Generation – wäre das ein Kauf wert?
Speaking of graphics in videogames… Diesem Typen hier mit einem PC der NASA folge ich schon lange und bestaune seine Grafik-Modding-Videos alle paar Jahre mal wieder in Beiträgen zu Fallout 4, Cyberpunk oder einem hyperrealistischen Wald (das fand ich echt krank). Das hier zu Minecraft zeigt Landschaften nach ungelogen 20 Ray-Tracing und Texture-Mods und das sieht schon verrückt aus. Aber das ist ja kein Minecraft mehr. Oder?
Spannendes, philosophisches Paradoxon, so ein bisschen Minecraft of Theseus oder so. Ich finde es technisch beeindruckend und ich glaube, dass solange genau dies so möglich sein wird und Leute beeindruckt, einfach weiter bis an die Grenze gegangen wird. “Minecraft” ist dabei lediglich nur noch eine Idee, ein Vehikel zur Darstellung der technischen Raffinesse. Wobei das Spiel sich auch durch seine rudimentäre Grafik und immense Mod-Szene sich auch wie kaum ein anderes Spiel dafür eignen wird. Die Nostalgie wird ihr Übriges dazu beitragen.
Zufällig auf dieses Video von einem kleineren YouTuber gestoßen, der kurz und knapp in einem Dutzend Minuten sehr gut auf den Punkt bringt, wie Spieleentwickler im Glauben an hochauflösende Grafiken ihre Spiele ruinieren. Statt einer markanten Entscheidung für einen besonderen Grafikstil, hecheln viele Studios – oft bestimmt auch auf Druck ihres Publishers – werbefreundlichen Features wie immer hochauflösenderen Texturen und realitätsgetreuen Belichtung hinterher.
Doch diese versprechen keine spannenden kreativen Entscheidungen und auch keine Garantie auf Erfolg. So kommt es, dass selbst Remakes – sowieso so ein Ding, über das die Spielebranche mal hinwegkommen müsste – von zehn oder zwölf Jahre alten Spielen am Ende zwar vielleicht im Detail mehr bieten, im Großen und Ganzen aber schlechter dastehen.
NVIDIAs DLSS 5-Technologie, angekündigt für Herbst 2026, setzt diesem Trend dabei die Krone auf: Mit KI-Upscaling-Technologie werden Spiele automatisch “verbessert”. Doch dabei wird die menschliche Handschrift verwaschen, da das klassische Rendering mit der KI verschmilzt. Und dazu träumt die KI oft Details hinzu, wo keine sind. Am Ende sieht auch alles gleich aus. The future is not bright. Die einzige Rettung scheint wie so oft von den Indie-Devs zu kommen.
Dazu passt auch der neue Videozusammenschnitt von Crowbcat zum Remake von Resident Evil 4.
12 Apr, 2026 · Sascha · Featured,Fernsehen,PewCast,Review · Comments
Babygirls, wir müssen reden. Denn nein, es handelt sich hierbei nicht um einen Uploadfehler. Vor genau einem Jahr startete die zweite Staffel von The Last Of Us und obwohl ich die Videospielvorlagen liebe und auch die Adaption in der ersten Staffel großatig fand, hatte mich diese mutlose Fortsetzung der Erzählung von Part II so zerstört zurückgelassen, dass ich erst einmal keine Lust mehr darauf hatte.
Nun ließ der HBO-Chef in einem Interview mit Deadline die Bombe platzen: Womöglich ist sogar nach Staffel 3 Schluss mit der Serie. Keine vierte Staffel für den Epilog, und vielleicht auch keine Adaption eines inzwischen hochwahrscheinlichen dritten Teils. Das hätte in meinen Augen leider gute Gründe und die liegen vor allem bei Craig Mazin und seinem komischen Verständnis der Spielestory mit immensen Folgen für die Charakterdarstellung.
Das ist eine große verpasste Chance im Genre, eigentlich eine Schande in meinen Augen und definitiv ein Grund, doch nochmal das Mikrofon zu ergreifen. Wieso genau und warum gibt es im neuen PewCast mit Stefan vom Hyperraum Podcast nachzuhören.
Für Feedback oder Fragen verfasst ihr einen Kommentar unter diesem Post, eine Mail an mail@pewpewpew.de oder einen Tweet @PewPewPewBlog bzw. @reeft. Wenn ihr den Podcast unterstützen wollt, dann hinterlasst doch gerne eine Bewertung auf iTunes.
Shownotes:
Bildquellen: © HBO
PewCast 052: The Last Of Us Part I
PewCast 053: The Last Of Us Part II
PewCast 142: The Last Of Us – Staffel 1
Stefans Podcast: Hyperraum Podcast
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Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast176.mp3 (81 MB)
Soundcloud: PewCast 176: The Last Of Us – Staffel 2
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Podcast-Feed: https://feeds.feedburner.com/pewcast
Christian Alt und ich haben viel gemeinsam: Wir mögen beide For All Mankind, glauben irgendwie an UFOs und genau wie ich kann er auch nicht wirklich kochen (Ich habe z.B. gerade Bouillabaisse als “Bulyabäs” gegooglet). Also hat er jetzt eine Kochsendung. Diese Go-Getter-Attitude liebe ich an ihm. Und als picky eater liebe ich Bratkartoffeln noch viel mehr. Für mich also wie pefekt zubereitet: In 5 von 5 wird er sich nun von guten Köch*innen erklären lassen, wie man diese Arbeit geschmackvoll verrichtet und hat dabei nachvollziehbare Gedanken aus dem Off wie “Ist mein Körper vielleicht zu groß zum Kochen?!” Yes, chef – dafür bezahlte ich gerne GEZ-Gebühren. Es ist gerade btw 20 Minuten nach Mitternacht, aber ich habe jetzt brutalen Hunger. Fun Fact: Nach 17 Jahren Blog zum ersten Mal gerade “Kochen” als Tag eingeführt lol.
Ich habe das Video trotzdem eingebunden, auch wenn es sich nur auf YouTube abspielen lässt.
11 Apr, 2026 · Sascha · Wissenschaft · Comments
Die Sichtung der Orion von der ISS aus hat tatsächlich geklappt. Mit der 4K-Kamera an der Raumstation war die Landekapsel für ein paar Sekunden um 1:54 MESZ am Horizont zu sehen.
Auch wenn es nicht so aussieht: Die Crew war da rund 38.000 km/h schnell.#Artemis2 pic.twitter.com/AC9Zt3vXr3
— Weltraum-Nerd (@NicosPanoptikum) April 11, 2026
11 Apr, 2026 · Sascha · Alles sonst so · Comments