Oder auch: Mike and Jay go outside! Ihr Heimatort Milwaukee in Wisconsin im amerikanischen Midwest war früher in vielen Filmen, groß und klein, zu sehen. Das hat sich geändert, wie so vieles. Hollywood produziert Filme eher in New York oder Los Angeles, filmt steuerbegünstigt in Georgia oder Calgary, stellt Darsteller auf irgendwelche Soundstages statt an den eigentlichen Handlungsort. Und wieso war Milwaukee früher überhaupt häufig der Handlungsort von Geschichten, während sich Blockbuster oder Indieproduktionen heutzutage kaum noch nach Wisconsin verirren? Diese landesweite Entwicklung reflektieren die ortsansässigen Filmemacher klug in ihrem neuen Video, in dem sie einige Locations aus Filmen wie Blue Brothers oder American Movie zeigen.
Evil Dead Burn ist der zweite Teil dieser neuen Trilogie aus Standalone-Filmen (so wurde das mal verkauft zumindest, ein Shot hier im Trailer lässt mich inzwischen anders denken). Den Teaser fand ich konzeptionell recht spannend, in der Ausführung des Oners eher mäßig. Und so verhält sich das für mich bei diesem ziemlich schicken Trailer. Eigentlich sieht das alles ziemlich geil aus – wenn man denn mal etwas erkennen kann. Diese neue Generation an digitalen Horrorfilmen, in deren dunklen Bildern man nach einem Klecks Farbe suchen muss und in deren grauen Mischtönen vieles zu einer dunklen, flachen Masse verschwimmt, enttäuscht einfach weiterhin. Trotzdem sind hier ein paar beängstigende Deadite-Momente dabei, schöne Kills und Splatter-Effekte; die Einstellung der Verfolgungsjagd auf dem Dach könnte straight aus meinen persönlichen Alpträumen stammen.
Natürlich kann ich mich nicht vorstellen, dass Christopher Nolans The Odyssey am Ende ein ganz schlechter Film ohne jeglichen Charme sein wird. Aber dieser neue Trailer weckt nun wirklich kein Vertrauen. Ich bin voll bereit für eine Odsyssee durch karge Landschaften, aber bisweilen sieht das dann doch visuell recht langweilig aus, einfach eine Spur zu öde. Für Nolan jetzt nicht unbedingt eine Überraschung, würden wahrscheinlich manche sagen. Mal abwarten, wie das im IMAX-Kino dann wirken wird, sage ich.
Nolans CGI-Verweigerung in allen Ehren, aber mir hat schon etwas Bombast in Oppenheimer gefehlt – besonders eben bei der Testszene. Und hier sehe ich ähnliche, noble Versuche, alles in der Kamera einzufangen und dabei leider irgendwie das Ziel zu verfehlen, wodurch große Momente ihre Wirkung nicht entfalten können. Das geht dann auch in die Action über, die ich bei Nolan oft als belastend langatmig empfinde, lahmarschig vielleicht sogar. Manchmal ist das kein Problem (z.B. bei Interstellar stört mich das kaum, da ist es eher ein Bonus bei den aufwendigen, komplexen Sequenzen), aber schon in der The Dark Knight-Trilogie (besonders beim Straßenkampf mit Bane) lähmte das die Filme.
Auch die Dialoge (und amerikanischen Akzente!) passen für mich nicht. “Daddy” in den Hallen Ithicas und gleichzeitig dieser schichte Old Hollywood-Ansatz? Nee, das regt in mir gar nichts. Über die Kostüme und ihre “Authentizität” (bei Homers Odyssee!!) wurde von nervigen Nerds viel gestritten, ich finde sie vor allem hässlich. Und seit ich erst seit letztem Jahr weiß, dass Nolan farbenblind ist, sehe ich seine Filme auch mit anderen Augen. Eigentlich ist mir der Film recht egal, aber diese Einblicke sind schon nach dem sehr zurückhaltenden Teaser eine echte Überraschung.
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Schade, dass “BigFig” als Begriff schon existiert, sonst hätte das hier wunderbar gepasst: LEGO veröffentlichte bereits vor geraumer Zeit ihren LEGO-Mann als so genannte “Up-scaled Minifigure” – also einen Charakter erbaut aus Klemmbausteinen im Design der ikonischen LEGO-Figur. Auf Deutsch übersetzen Sie das recht sympathisch einfach als “Große Minifigur.” Okay, passt. Checke ich!
Nun war absehbar, dass diese Modellidee auf andere Themenreihen überspringen wird. Nach Testläufen mit den anderen ikonischen Designs wie dem Rennfahrer oder dem blauen Astronauten, gab es nun zum Star Wars-Tag die Ankündigung einer Erweiterung auf LEGOs lukrativste Themenreihe und Darth Vader macht den Anfang. Der sieht durchaus ganz nett aus, kommt mit Premiumaufpreis und hat hässliche Augensticker. Das Lichtschwert lässt sich sehen, oder?
Letztes Jahr war ich auf der Steine!-Ausstellung hier im Saarland, wo der Saarbricker e.V. seine Kreationen zeigt. Dort gab es auch diverse dieser großen Minifiguren zu bestaunen, die sich im Fandom schon lange großer Beliebtheit erfreuen.
Nun, für mich wird es bestimmt nicht dieser Darth Vader und wirklich Platz für mehrere dieser Teile habe ich nicht mehr, aber wenn da ein Luke Skywalker im X-Wing-Outfit mit Lichtschwert erscheint, analog zu dem damals im ersten 1999er Set, werde ich sicher schwach werden.
Zum May The Fourth widmet sich die GameStar-Redaktion meinem geliebten Star Wars Galaxies, das vor fünfzehn Jahren für immer offline ging. Seit vielen Jahren blogge ich hier über die Fanrevivals des Videospiels, aber bislang habe ich noch nicht selbst wieder angefangen. Das ist so ein bisschen wie dieser populäre Spruch: You can go back to the past but no one will be there. Wie das bei einem MMORPG so ist, lebte das Spiel für mich vor allem von seiner Community und auch wenn da jetzt eine sehr leidenschaftliche Gruppe an Fans weiterhin diese digitale Welten prägt, sind das ja nicht die gleichen Leute wie früher. Natürlich könnte ich es machen, wie meine Oma mir das damals geraten hat: Ach, geh einfach ins Schwimmbad, man lernt immer einen kennen. Vielleicht springe ich also irgendwann doch nochmal ins kühle Nass auf Naboo oder so.
Bis dahin muss ich mich mal noch genau informieren, welche Version ich überhaupt dann wieder spielen will, denn es gab in der kurzen Laufzeit des Spiels durch den viel geschassten Entwickler Sony Online Entertainment dramatische Änderungen der Game Progression und des Gameplays und die Fanmeinungen dazu spalteten die Community wie der Äquator des Todessterns die Halbkugeln (Das ist mein Fun Fact am Star Wars Tag für euch: Der Trench Run ist gar nicht am Äquator!). Für mich klingt die Version der Restoration-Entwickler am besten, die auch im Video am meisten gezeigt wird. Dort werden die besten Aspekte (freie Klassenwahl vor allem) ineinander vereint. Dort kommen inzwischen auch eigens erstellte Inhalte, die über das eigentliche Spiel hinausgehen.
Mich würde interessieren: Funktioniert dieses Spiel überhaupt noch heute ohne Nostalgie? (Und wenn wir dabei sind: Star Wars als Ganzes?) Die Grafik ist recht verstaubt, das Gameplay und die Questprogression altbacken – aber auch zwanzig Jahre nach Release kriegt man in meinen Augen nirgendwo sonst diese Art von Star Wars Gefühl. Hier lassen sich authentische Geschichten in diesem Universum erzählen und viele Ideen ausleben, Abenteuer erleben. Und das in einer Vielfalt, die heutige Spiele einfach nicht mehr bieten können.
Wenn Videospiele und insbesondere MMOs abgeschaltet werden, hinterlässt das oft eine gewisse Lücke im Leben der treuesten Fans. Und wenn das dann auch noch ein Star-Wars-MMO war, ist es nicht verwunderlich, dass sich ehemalige Spieler zusammenschließen, um ihr Lieblingsspiel weiter am Leben zu halten.
Star Wars: Galaxies hat dabei eine so bewegte Entwicklungsgeschichte hinter sich, dass es sogar zu drei komplett unterschiedlichen Rettungsversuchen gekommen ist, die auch alle nach wie vor anhalten. In diesem Video werfen wir einen Blick auf die drei größten kostenlosen Fanserver (SWGEmu, SWG: Legends und SWG: Restoration), auf denen ihr das 2011 eingestellte MMO auch heute noch mit Hunderten anderen spielen könnt.
Vor zehn Jahren habe ich über diese Lücke, die das Ende der Galaxien in meinem Leben hinterließ, für die WASD geschrieben.
Illustrator Martin Ansin beendet seine Star Wars-Trilogie mit einem absoluten Banger, den ich mir direkt gekrallt habe. Ich liebe Return of the Jedi und Ansins dynamische Kompositionen, für mich ist das hier ein match made in heaven und ein krönender Abschluss seiner Posterreihe. Sein Variant Print für Rogue One ziert meine Wohnzimmerwand schon seit 10 Jahren und wahrscheinlich kommt die OT jetzt auch komplett wie oben gezeigt dazu. Die Mark Hamill Likeness wurde von noch keinem anderen Alternate Poster Artist besser getroffen als hier. Aktuell kann “The Empire Falls” noch für einige Stunden bei der Bottleneck Gallery erworben werden als Timed Edition, es bedarf also keiner Eile. Wer will, der kriegt auch eins. Minimale Kritik: Mir fehlt hier noch Admiral Ackbar.
Im Rahmen ihrer US-Tour haben Whitney den guten Leuten bei KEXP in Seattle erneut einen Besuch abgestattet und vier Songs vom neuen Album gespielt. Schon 2020 waren sie einmal zu Gast für ihr Album Forever Turned Around. Das neue Album Small Talk kommt diesem sehr nahe, worüber ich sehr glücklich bin. Whitney haben ihren Sound nie wirklich verloren oder verändert, aber Small Talk ist lyrisch und konzeptionell wieder mehr aus einem Guss und erinnert mich eher an diese träumerische Melancholie, die ich an der Band schätze. Die Aufnahme von 2020 lief für mich seit Jahren jetzt immer wieder mal rauf und runter für ein paar Tage; ich spüre jetzt schon, dass es hiermit ähnlich wird. Diesen klaren Soundmix bei KEXP kriegt man sonst nirgends.
Today we are all InfoWarriors! Oh, es gibt sie noch, die guten Nachrichten! Der Deal scheint durch zu sein: Nach einer Bankrotterklärung vom Tochterunternehmen von InfoWars vor ein paar Jahren hat The Onion Alex Jones’ Unternehmen im Rahmen des Insolvenzverfahrens erworben und nach einigen juristischen Querelen in den letzten Wochen ist das Ding wohl durch.
Gemeinsam mit den Eltern der Sandy Hook Opfer, die Jones über viele Jahre als “Krisenschauspieler” verhöhnte und schlimmste Verschwörungstheorien über das Schulmassaker verbreitete, wurde die Webseite jetzt offline genommen und die Marke “InfoWars” gehört ab sofort The Onion. Das freut mich so, so, so, so, so sehr. Endlich Gerechtigkeit!! Patriots are in control!
Der Infokrieg ist gewonnen, InfoWars geht aber weiter: The Onion plant Merchandise zu verkaufen (“THEY’RE TURNING THE FREAKING LOGO GAY!”) und die Marke nachhaltig in eine Force For Good zu drehen. Tim Heidecker ersetzt Alex Jones und in einem ersten Video gelingt ihm eine unheimlich originalgetreue Parodie. Ich bete für seine Stimmbänder!