PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Ich liebe diese Aquarelle der Adelshäusern in Westeros von Grafikdesigner Emmanuel Rodrigues. Die Darstellungen sind wohl recherchiert und lore-accurate, bringen im Unterschied zu den Serien für mich wieder einen Esprit Fantasy in die Welt und überzeugen dazu durch so einen Mix aus Verspieltheit und schlichter Erhabenheit. Die Ornamente sind natürlich der Oberwahnsinn und vollgespickt mit Referenzen. Mich erinnern diese Werke vom Vibe auch sehr an die Tuschezeichnungen von Jeff Murray, von dem ich Hogwarts, Westeros und Mittelerde in meiner Sammlung habe. Diese Burgen hier könnten den schönsten Kalender 2027 bilden; hoffentlich bleibt das nicht nur inoffizielle Fanart.

Google Kills The Website

21 May, 2026 · Sascha · Personal · Comments

Wenn ihr wie ich schon länger das Gefühl hattet, dass das Internet, wie wir es kennen und lieben, aus dem letzten Loch pfeift, dann habe ich jetzt ganz schlechte Nachrichten. Denn Google entpuppt sich als doch recht böse, denn das Unternehmen hat angekündigt, seine Suchleiste komplett mit KI zu überholen. Aus Search wird Ask Google. So berichtet Tech Crunch:

The era of the “ten blue links” is officially over.

At its Google I/O conference on Tuesday, Google unveiled an AI-powered overhaul of Search centered around a reimagined “intelligent search box” — what the company describes as the biggest change to this entry point to the web since the search box debuted more than 25 years ago.

Instead of returning a simple list of links, Google Search will drop users into AI-powered interactive experiences at times. Google is also introducing tools that can dispatch “information agents” to gather information on a user’s behalf, along with tools that let users build personalized mini apps tailored to their needs. [Highlight mine]

Da muss man sich gar nichts vormachen: Das ist das Ende des Internets, wie wir es kennen. Google will mit OpenAI Schritt halten und nicht ersetzt werden. Und das wird eine der weitreichendsten Änderungen sein, die wir in knapp 30 Jahren erleben. Lasst mich das kurz mal am Beispiel von PewPewPew ausführen und einen seltenen Blick hinter die Kulissen geben.

Ich habe jetzt schon in diversen Postings zu dem Thema aufgerufen, dass sich die Leute wieder Webspace kaufen sollen. Bei meinem Beitritt zum UberBlogr-Netzwerk zum Beispiel, um private Webseiten und Blogs wieder zu vernetzen und Synergieeffekte zu erzeugen – hoffentlich so etwas wie eine Blogosphäre wieder zu schaffen. PewPewPew ist mein halbes Leben und ich versuche es am Leben zu halten, täglich zu bloggen, mit Inhalten zu füttern, persönlich davon zu profitieren und hoffentlich einen klitzekleinen Mehrgewinn für alle im Netz zu produzieren.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Webspace Geld kostet. Ich werde keine Rechnung über alles jetzt offenlegen, aber ich kann mal kurz aufzählen, wieso das hier nicht nur eine private Hobbyausübung ist, sondern ein angemeldetes Kleinunternehmen. Neben der Webseite selbst hoste ich einen Podcast selbst hier, mein Hoster Estugo unterstützt mich dabei freundlicherweise. Doch über bald zwei Jahrzehnte gibt es hier große Datenmengen, die gehostet werden. Domains kosten Geld, und ich habe einige. Soundcloud, Audacity, Logodesigns. Ja, ich mache das hier “zum Spaß” – d.h. nicht hauptberuflich und in manchen Jahren zahle ich gut drauf, aber dahinter steckt dann doch eine Rechnung, die für die meisten normalen Internetnutzer nicht sinnvoll erscheint.

Was ich mit dem kleinen Exkurs nur sagen will: Ich mache das hier alleine, aber so ziemlich alle lohnenswerte Outputs im Internet nicht und sie müssen sich finanzieren. Ja, großes Wunder, Webseiten kosten Geld und müssen wirtschaften. Und sie brauchen Besucher, die sie finden, denn nur so lässt sich mit Werbungschalten bzw. Google Adsense Geld verdienen. Durch Feeds oder algorithmische Suchmaschinen finden die Nutzer diese Inhalts, so machen diese Unternehmen ihren Umsatz.

Mit diesem Update durch Google wird sich das aber ändern. Kurzum: Google wird den Leuten die Webseiten killen. (weiterlesen…)

Live: Band of Horses @ KEXP

21 May, 2026 · Sascha · Musik · Comments

Es ist gerade eine extrem gute Zeit für aging millenials. Da der einzige Weg heutzutage als Band noch richtig gutes Geld zu verdienen Konzerttickets – und noch wichtiger: der Merchstand auf dem Konzert – sind, gehen viele Jugendhelden nochmal auf Tour und spielen ganze Alben von damals am Stück. So auch dieses Jahr Band of Horses, die im Oktober auf ihrer Tour mit vier Terminen in Deutschland ein paar Stopps einlegen. Ihr generational Album Everything All The Time mit Tracks wie “Our Swords” und natürlich “The Funeral” hat einen ära-definierenden Sound, der bei den Soundmixmagiern von KEXP noch besser klingt als auf dem Album. Wahnsinn auch, dass irgendwie niemand mehr stimmlich altert. Robert Smith klingt auch wie vor 40 Jahren.

ELDEN RING 64

21 May, 2026 · Sascha · Games · Comments

FromSoftware? Nee, from scratch haben hier zwei Leute Elden Ring für das Nintendo 64 im Rahmen eines Wettbewerbs für Spieleentwickler gebaut. Kann man tatsächlich hier downloaden und zocken. Ich glaube, ich werde wohl nie mit diesen Soulslike-Spielemechaniken warm … Im Prinzip ist das ja nur Ocarina of Time in Hardcore ohne die charmanten Spielelemente. Den Look mag ich trotzdem und ich würde gerne sehen, wie es weitergeht.

Musikvideo: Far Caspian – turn/hum

20 May, 2026 · Sascha · Musik · Comments

Seit ich diese Live-Performance des letztem Albums, Autofiction, von Far Caspian gepostet hatte, war ich wieder soooo drin und habe in den letzten Monaten kaum was anderes gehört. Dass er dieses Jahr doch noch neue Musik rausbringt und gerade jetzt auch in diese Frühlingszeit, das fühle ich einfach total. Unterschreibe jedes Wort.

I hadn’t attempted to write anything new since ‘Autofiction’ and was trying to gain some new life experiences before doing so. I wasn’t quite ready to start the next album but knew I wanted to put out some singles this year. I was thinking about if I released a song in May, what would it sound like and within 20 minutes or so I had ‘turn’. Spring time represents rebirth for me and I was imagining the cycle of the seasons and how through our lives we gain and lose friends, experiences and what that means to be a human. Carrying these experiences through life and shaping us and our identities. Spring is a great time to shake off some baggage and enjoy what we have and look forward to brighter days.

The day I was finishing the mix on ‘turn’ I took a quick coffee break and picked up the acoustic guitar in my studio. I wrote ‘hum’ pretty much instantaneously and decided to record it really rough and put it out as a b-side. I very rarely write a whole song just on my acoustic so it was quite an exciting feeling to start recording with a full song ready. I went through an experience recently that made me take stock of some things in my life and this was the most direct response to that.

Ich finde es schade, dass das Video so schnell von einem Szenario zum nächsten springt und sie so wenig wirken lässt, aber hier ist eine sehr hübsche animierte Übersicht über apokalyptische Filmszenarien. Einerseits ist das alles gestreamlined für diese einheitliche Aneinanderreihung, aber in den Animationen finden sich ziemlich witzige, stimmige Kniffe und auch lore-accurate Darstellungen (die Reichweite des Tsunamis in Deep Impact z.B.). Witzig ist, wie sehr die Zerstörung prozentual eingeschätzt wird, weil mich das an solche nerdy Tween-Diskussionen prä-Internet erinnert. Oh, und natürlich: Spoiler-Warnung!

Hier das letzte Kapitel vom fünfteiligen, extrem spannenden Bau eines riesigen LEGO-Dioramas des “Inside Information”-Kapitels aus J.R.R. Tolkiens The Hobbit, in dem Bilbo auf Smaug und seinen legendären Hort im Einsamen Berg trifft. Die Darstellung ist Peter Jacksons Hobbit-Trilogie nachempfunden und ist mehrere Meter breit, lang und hoch, weil Justin die Szene im Minifiguren-Maßstab bauen wollte; d.h. die kleine Bilbo-Figur, die LEGO offiziell heausgibt, soll da neben der Eigenkreation Smaug in korrekter Relation stehen.

Für mich stellt sich hier die Frage, ab wann das aufhört LEGO zu sein und etwas anderes zu werden. Also klar sind das am Ende alles originale Bauteile (mit Ausnahme der Flügel), ich meine das eher in einem philosophischeren Sinne in Sachen Größe und Darstellung, weil LEGO für mich noch einen gewissen haptischen Anspruch im Sinne einer Playability erfüllen sollte. Beeindruckend ist das Ergebnis aber alle Male.

It’s so fucking cool that Paul McCartney is still alive lol and fuck everyone in the comments saying his voice is too far gone and telling him to pack it in. That’s the GOAT. Have some respect!