Metallica haben am Wochenende zwei Stops auf ihrer Welttournee in Frankfurt eingelegt und hätte ich das gewusst, wäre ich wohl hingegangen (obwohl ich weder mit Metallica noch Metal relativ viel anfangen kann), einfach mal um das mitgenommen zu haben.
Die Shows sind ja auch immer weltklasse. Wäre ich dort gewesen, hätte ich mir auch sicherlich eines dieser beiden wunderschönen Gigposter vom deutschen Illustrator Max Löffler geschnappt. In der Vergangenheit habe ich eigentlich immer aus Gegelegenheitsgründen und Loyalität ein Gigposter von meinen Konzertbesuchen mitgenommen, aber bis auf ein Jack Johnson EU Tour Poster von vor über 20 Jahren landet nie etwas davon an der Wand. Am Ende gefällt mir das dann doch nicht so sehr, der Besuch war doch nicht sooo das Event. Hier wär’s anders, die würde ich sofort an die Wand klatschen! Chapeau, Herr Löffler! Zwei der geilsten Gigposter aller Zeiten. Ich denke, Metallica kann hier mehr als glücklich sein.
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Löffler ist weiterhin sehr beliebt und hat fürs Empire Magazine ein extrem starkes Masters of the Universe Cover gestaltet und zuvor auch für Judas Priest ein Gigposter designt, die beide im gleichen Stil gehalten sind. Auch ein King Gizzard Poster aus 2023 passt ins Bild. (weiterlesen…)
Als großer Freund der amerikanischen National Parks – America’s Best Idea – (in einem habe ich sogar mal gearbeitet) erfreut mich dieser Deepdive von Adam Savage in das ikonische Grafikdesign der Poster, die man dort ja überall in gift shops und dergleichen findet.
Die Poster werden nun bald ein Jahrhundert alt und haben eine sehr spannende Geschichte: Als Teil von Roosevelts New Deal wurden auch Kunstprogramme gefördert (~7% des gesamten Budgets), die Posterdrucke und Künstler finanzierten. Später wurden dann auch auf Anraten des National Parks Services Werbeposter für die Parks entworfen, die zwischenzeitlich wieder in Vergessenheit gerieten. Erst in Siebzigern begann die Wiederentdeckung von seltenen Exemplaren, die Zeit und Handhabung überlebten – bis heute weniger als 0,1%!
Anfang der Zweitausender haben dann andere Parks begonnen, ihre Version im Stil dieses ikonischen Designs nachzuholen. Gleichzeitig sind auch moderne Kunstprojekte bis heute davon inspiriert. Savage und seine Expertin gehen hier vor allem ins Detail, also Schriftzüge, Schriftarten, Farbsorten, etc. Großartig!
Die Magierinnen von Fourth Cone Restoration haben sich einem extrem seltenen Akira-Poster gewidmet, das exklusiv Anfang der Neunzigerjahre als 1. Preis eines Wettbewerbs unter den Abonnenten vom Young Magazine verlost wurde, wo der Manga zuerst veröffentlicht wurde. Super seltenes Ding und meeega schick. Ästhetisch reicht ja an Akira wenig heran, aber ich bin mal froh über ein Design, das auf Kanedas Bike verzichtet.
Das Poster wurde vom Fan natürlich aufgehangen und hat nun folglich einen erheblichen UV-Schaden, der besonders die roten Pigmente verblassen ließ. Ich bin kein Experte, aber ich habe das leider schon bei einigen Buchrücken und anderen Liebhaberobjekten schmerzlich erfahren müssen, dass die roten Pigmente mehr der zerstörerischen kurzen Lichtwellen absorbieren, während grüne und blaue Pigmente diese besser reflektieren und daher langsamer ihre Farbgebung verlieren. Man korrigiere mich, wenn ich da falsch liege.
Glücklicherweise gab es hier noch einen Rand sowie ein paar Fotos online, die den originalen Zustand dieses seltenen Posters zeigen. So konnte das B1-Poster durch mühevolle, künstlerische Handarbeit in seinen Urzustand wiederhergestellt und nun zum Verkauf angeboten werden. Diese Restaurierung entstand in Kooperation mit einem japanischen Postershop, der das Teil bereitstellte und nun wieder unter die Leute bringen will für knapp 8000€.
Puh, also das ist schon mega geil. Akira ist ikonisch, für viele einfach einer der Animes/Mangas schlechthin, aber das ist schon recht viel. Glücklicherweise ist der Upload des Scans dieses Posters recht riesig und mit ein bisschen Know-How könnte man sich daraus sicherlich ein Knockoff basteln und irgendwo günstig ausdrucken lassen. Nun, ich muss hier wohl darauf hinweisen, dass ich so etwas strikt ablehne und nicht empfehle – ich sage nur, dass es möglich wäre. Ich bin niemand, der nicht den Wert von schön bedrucktem Papier schätzen könnte – mein Blog zählt hier etliche Beweise dafür. Aber so selten hier einige der Poster auch sein mögen, die Preise dafür kann ich teilweise nicht nachvollziehen. Da sind wir ja schnell bei der Star Wars-Trilogie von Olly Moss?! Diese anspruchsvolle Restaurierung jedoch ist sicherlich ihren Preis wert.
Ein neuer Star Wars-Film startet heute in den Kinos und ich sitze nicht samt Kostüm in der Mitternachtsvorstellung. Das passiert mir so zum ersten Mal seit knapp 25 Jahren und das markiert eine radikale Umkehr in meiner Haltung als Fan. Ich habe bisher sogar noch nicht einmal ein Kinoticket vorbestellt. Den Film verpassen will ich aber auf keinen Fall.
The Mandalorian and Grogu ist der erste neue Film seit dem Ende der Sequel-Trilogie, The Rise of Skywalker, der 2019 erschien. Die Wartezeit unterläuft somit noch die zwischen den Trilogien, jedoch steht seit der Pandemie nicht nur Zeitgefühl Kopf und der letzte große Fantriumph fand sich für mich zuletzt mit Rogue One nun wiederum doch schon vor zehn Jahren. Es ist keine Überraschung, dass viele Fanherzen endlich wieder etwas Großes sehen wollen.
Es ist aber kein Geheimnis, dass die generelle Vorfreude sich gerade in Grenzen hält. Der Film bietet nicht den Aufbruch, der nun bitter notwendig wäre. Weder narrativ, noch inszenatorisch ist Neues zu erwarten. Und die Trailer schwanken irgendwo zwischen Kino und TV-Episode.
Der Mythos “Star Wars” ist dadurch mehr in Gefahr denn je. Star Wars im Kino – das war ein Event und eben nicht nur für Fans. (weiterlesen…)
Winterfell, seat of House Stark! #asoiaf pic.twitter.com/t8Iv4pw26M
— Maewyn ️ (@eemuium) May 17, 2026
Ich liebe diese Aquarelle der Adelshäusern in Westeros von Grafikdesigner Emmanuel Rodrigues. Die Darstellungen sind wohl recherchiert und lore-accurate, bringen im Unterschied zu den Serien für mich wieder einen Esprit Fantasy in die Welt und überzeugen dazu durch so einen Mix aus Verspieltheit und schlichter Erhabenheit. Die Ornamente sind natürlich der Oberwahnsinn und vollgespickt mit Referenzen. Mich erinnern diese Werke vom Vibe auch sehr an die Tuschezeichnungen von Jeff Murray, von dem ich Hogwarts, Westeros und Mittelerde in meiner Sammlung habe. Diese Burgen hier könnten den schönsten Kalender 2027 bilden; hoffentlich bleibt das nicht nur inoffizielle Fanart.
Riverrun, seat of House Tully! #asoiaf pic.twitter.com/KQWsiXtvGa
— Maewyn ️ (@eemuium) May 7, 2026
The Eyrie, seat of House Arryn, and it’s waycastles Stone, Snow and Sky! #asoiaf pic.twitter.com/UaRvcUwoRw
— Maewyn ️ (@eemuium) May 11, 2026
Storm’s End, seat of House Baratheon! #asoiaf pic.twitter.com/fI9gXUAj6v
— Maewyn ️ (@eemuium) May 13, 2026
Casterly Rock, seat of House Lannister! #asoiaf pic.twitter.com/eUgAsHbW59
— Maewyn ️ (@eemuium) May 20, 2026
Highgarden, seat of House Tyrell! #asoiaf pic.twitter.com/Fh7BZ7JIao
— Maewyn ️ (@eemuium) May 10, 2026
Wenn ihr wie ich schon länger das Gefühl hattet, dass das Internet, wie wir es kennen und lieben, aus dem letzten Loch pfeift, dann habe ich jetzt ganz schlechte Nachrichten. Denn Google entpuppt sich als doch recht böse, denn das Unternehmen hat angekündigt, seine Suchleiste komplett mit KI zu überholen. Aus Search wird Ask Google. So berichtet Tech Crunch:
The era of the “ten blue links” is officially over.
At its Google I/O conference on Tuesday, Google unveiled an AI-powered overhaul of Search centered around a reimagined “intelligent search box” — what the company describes as the biggest change to this entry point to the web since the search box debuted more than 25 years ago.
Instead of returning a simple list of links, Google Search will drop users into AI-powered interactive experiences at times. Google is also introducing tools that can dispatch “information agents” to gather information on a user’s behalf, along with tools that let users build personalized mini apps tailored to their needs. [Highlight mine]
Da muss man sich gar nichts vormachen: Das ist das Ende des Internets, wie wir es kennen. Google will mit OpenAI Schritt halten und nicht ersetzt werden. Und das wird eine der weitreichendsten Änderungen sein, die wir in knapp 30 Jahren erleben. Lasst mich das kurz mal am Beispiel von PewPewPew ausführen und einen seltenen Blick hinter die Kulissen geben.
Ich habe jetzt schon in diversen Postings zu dem Thema aufgerufen, dass sich die Leute wieder Webspace kaufen sollen. Bei meinem Beitritt zum UberBlogr-Netzwerk zum Beispiel, um private Webseiten und Blogs wieder zu vernetzen und Synergieeffekte zu erzeugen – hoffentlich so etwas wie eine Blogosphäre wieder zu schaffen. PewPewPew ist mein halbes Leben und ich versuche es am Leben zu halten, täglich zu bloggen, mit Inhalten zu füttern, persönlich davon zu profitieren und hoffentlich einen klitzekleinen Mehrgewinn für alle im Netz zu produzieren.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Webspace Geld kostet. Ich werde keine Rechnung über alles jetzt offenlegen, aber ich kann mal kurz aufzählen, wieso das hier nicht nur eine private Hobbyausübung ist, sondern ein angemeldetes Kleinunternehmen. Neben der Webseite selbst hoste ich einen Podcast selbst hier, mein Hoster Estugo unterstützt mich dabei freundlicherweise. Doch über bald zwei Jahrzehnte gibt es hier große Datenmengen, die gehostet werden. Domains kosten Geld, und ich habe einige. Soundcloud, Audacity, Logodesigns. Ja, ich mache das hier “zum Spaß” – d.h. nicht hauptberuflich und in manchen Jahren zahle ich gut drauf, aber dahinter steckt dann doch eine Rechnung, die für die meisten normalen Internetnutzer nicht sinnvoll erscheint.
Was ich mit dem kleinen Exkurs nur sagen will: Ich mache das hier alleine, aber so ziemlich alle lohnenswerte Outputs im Internet nicht und sie müssen sich finanzieren. Ja, großes Wunder, Webseiten kosten Geld und müssen wirtschaften. Und sie brauchen Besucher, die sie finden, denn nur so lässt sich mit Werbungschalten bzw. Google Adsense Geld verdienen. Durch Feeds oder algorithmische Suchmaschinen finden die Nutzer diese Inhalts, so machen diese Unternehmen ihren Umsatz.
Mit diesem Update durch Google wird sich das aber ändern. Kurzum: Google wird den Leuten die Webseiten killen. (weiterlesen…)
Es ist gerade eine extrem gute Zeit für aging millenials. Da der einzige Weg heutzutage als Band noch richtig gutes Geld zu verdienen Konzerttickets – und noch wichtiger: der Merchstand auf dem Konzert – sind, gehen viele Jugendhelden nochmal auf Tour und spielen ganze Alben von damals am Stück. So auch dieses Jahr Band of Horses, die im Oktober auf ihrer Tour mit vier Terminen in Deutschland ein paar Stopps einlegen. Ihr generational Album Everything All The Time mit Tracks wie “Our Swords” und natürlich “The Funeral” hat einen ära-definierenden Sound, der bei den Soundmixmagiern von KEXP noch besser klingt als auf dem Album. Wahnsinn auch, dass irgendwie niemand mehr stimmlich altert. Robert Smith klingt auch wie vor 40 Jahren.
FromSoftware? Nee, from scratch haben hier zwei Leute Elden Ring für das Nintendo 64 im Rahmen eines Wettbewerbs für Spieleentwickler gebaut. Kann man tatsächlich hier downloaden und zocken. Ich glaube, ich werde wohl nie mit diesen Soulslike-Spielemechaniken warm … Im Prinzip ist das ja nur Ocarina of Time in Hardcore ohne die charmanten Spielelemente. Den Look mag ich trotzdem und ich würde gerne sehen, wie es weitergeht.