14 May, 2026 · Sascha · Alles sonst so · Comments
Steve Wallis ist YouTuber und filmt sich dabei, wie er an unüblichen Orten in der Öffentlichkeit campen geht und wohl mit einer Ordnungswidrigkeiten (oder zumindest ein paar Fragen von Sicherheits- oder Polizeikräften) rechnen müsste – wenn er denn gefunden werden würde. Das passiert natürlich nie, weil sich keiner dafür am Ende natürlich genug dafür interessiert, was er da treibt. Aber das hindert ihn nicht daran, seine besonderen Orte wie ein Geheimagent auszuspähen und dann dort mit Spezialequipment zu übernachten. Ob auf einer Kreisverkehrinsel oder wie hier zwischen zwei Fahrbahnen am Highway, Steve stellt für mich so eine besondere Personifikation von freiem Willen dar.
Laika Studios bringt diesen Oktober endlich wieder ein Stop-Motion-Animationswunder aus ihrer Werkstatt in unsere Kinos. Wildwood sieht natürlich fantastisch aus und die Bilder stimmen mich im Kontext unseres beginnenden Zeitalters sofort emotional.
Der Teaser Trailer selbst kann mich jedoch nicht überzeugen, ich finde ihn im narrativen Aufbau sogar recht furchtbar. Wie diese zusammenhangslosen Fantasy-Bilder aneinandergereiht werden – und das noch zu M83 lol – finde ich sehr beliebig, das erinnert mich sehr an frühe 2010er Fantasy-Filme. It’s giving Legend of the Guardians, it’s giving Arthur 3. Als wäre das hier ein wenig in der Zeit stehengeblieben. Das kann durchaus seinen Charme haben, aber als erster Einblick überzeugt das nicht. Das Handwerk spricht natürlich für sich.
Any Austin begibt sich in die weirde Welt von digitalen Nachtclubs, die für viele pickelige Nerds die erste Begegnung mit dem Nachtleben sind. Für mich war das jedenfalls so – vor allem in dem MMO Star Wars Galaxies, als in den frühen Nullerjahren erwachsene Spieler*innen meinem Avatar während Rollenspielen diverse Alkoholgetränke in den Cantinas auf Tatooine andrehten. Das hatte natürlich schon einen gewissen Reiz und die wachsende Immersion dieser Spieleerfahrung bietet natürlich auch ein gewisses antizipatorisches Element, quasi der Trockenlauf für das feuchtfröhliche Nachtleben, das man sich wünscht. Austin zeigt einige dieser Orte aus den letzten 25 Jahren, beginnend mit Vice Citys leeren Achtzigertanzhallen und endet mit dem besten Nachtclub in Videospielen – eine Wahl, der eigentlich nichts widerspricht.
Viele LEGO-Fans wissen das gar nicht, aber wenn man sich ein Set kauft, dann gehört das einem und man kann damit machen, was will. Also sowohl die Steine umsetzen, um eine neue Form zu kreieren – oder auch einfach das Ding mit Farbe besprayen, wenn das Original nicht gefällt.
So ist Saurons Helm zum Beispiel schon mal ein ziemlich großartiges Set. Einerseits bietet es eine gute Preis-Leistung und eine identische Sauron-Minifigur aus dem teuren 600€ Barad-dûr-Set wird mitgeliefert, was den Zweitmarkt etwas fairer macht. Am wichtigsten natürlich: Das Ding sieht aus wie Saurons Helm! Andererseits trifft diese typische Farbe (LEGO-Fans kennen das Dark-Bluish-Gray sofort) nicht den richtigen Ton, nicht einmal im Ansatz.
Das ist dann ein guter Zeitpunkt, um sich zu erinnern, dass das schließlich nur Plastik ist – und Plastik kann man anmalen. Der gute Jang auf Youtube zeigt uns, wie das geht und wie man ein Hobby auf seine ganz eigene Weise ausleben kann. Eine gute Erinnerung für uns alle!
Das Ergebnis sieht ziemlich top aus. Ich war und bin nach wie vor nicht der größte Freund dieser Helm-Themenreihe, aber so wird auch dieses Set für mich attraktiv. Ich frage mich jetzt, ob das vielleicht auch eine Lösung für den DeLorean wäre …
Kelton Davis ist leidenschaftlicher LEGO-Fan und kennt noch aus Kindestagen das ikonische Videospiel LEGO Island, das vor ein paar Jahren eine nostalgische Meme-Wiedergeburt feiern konnte mit diesem “A man has fallen into the river in LEGO City”-Sound. Kennt das noch wer? Ich schon und Kelton erfüllt sich und Fans wie mir hier in seinem Keller einen kleinen Kindheitstraum: Er baut die Insel aus dem Spiel mit echten Seinen nach.
Bisher ist er zur Hälfte fertig und ich finde das eine beeindruckende Leistung. Nicht nur weil es ziemlich detailgetreu nachgebaut wurde, sondern auch weil es trotz dieser für damalige Verhältnis authentisch rudimentäre Landschaftsgestaltung ein kleines Vermögen wieder kosten wird.
Dieses Layout und die teils karge Gestaltung sind auch ein schönes Gegenprogramm zu den hyperdetaillierten MOCs von irgendwelchen Cons. Das hier sieht noch so aus, als hätte es ein Kind selbst bauen können, wenn ein paar gekaufte Sets zusmamengeschoben werden (Well, not really. Im Video sieht man ja schon neumodische Bauarten, aber der Look passt!). Das hat noch Charme!
PinkPantheress, I have grown very fond of you. Not just for looking like a million bucks but also for bringing back Y2K aesthetics and good pop music. Maybe British cuntyness can counter the rise of Reform?
09 May, 2026 · Sascha · Internetgold · Comments

Morgen, am 9. Mai 2026, gibt es wieder gratis Comics deutschlandweit bei teilnehmenden Händlern abzustauben. Die Auswahl der diesjährigen Comics ist besonders für Kinder und jugendliche Leser interessant. Dinodyssee vom Splitter-Verlag sieht recht spannend aus, aber ansonsten lohnt sich das für mich dieses Jahr nicht und das ist auch gut so! Dieser besondere Fokus auf die kommende Generation greift für mich den Geist dieses Eventtages, zumindest was er in meinen Augen ausmachen soll, eh am besten auf. Kinder ab in die Comicläden!