PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Zum May The Fourth widmet sich die GameStar-Redaktion meinem geliebten Star Wars Galaxies, das vor fünfzehn Jahren für immer offline ging. Seit vielen Jahren blogge ich hier über die Fanrevivals des Videospiels, aber bislang habe ich noch nicht selbst wieder angefangen. Das ist so ein bisschen wie dieser populäre Spruch: You can go back to the past but no one will be there. Wie das bei einem MMORPG so ist, lebte das Spiel für mich vor allem von seiner Community und auch wenn da jetzt eine sehr leidenschaftliche Gruppe an Fans weiterhin diese digitale Welten prägt, sind das ja nicht die gleichen Leute wie früher. Natürlich könnte ich es machen, wie meine Oma mir das damals geraten hat: Ach, geh einfach ins Schwimmbad, man lernt immer einen kennen. Vielleicht springe ich also irgendwann doch nochmal ins kühle Nass auf Naboo oder so.

Bis dahin muss ich mich mal noch genau informieren, welche Version ich überhaupt dann wieder spielen will, denn es gab in der kurzen Laufzeit des Spiels durch den viel geschassten Entwickler Sony Online Entertainment dramatische Änderungen der Game Progression und des Gameplays und die Fanmeinungen dazu spalteten die Community wie der Äquator des Todessterns die Halbkugeln (Das ist mein Fun Fact am Star Wars Tag für euch: Der Trench Run ist gar nicht am Äquator!). Für mich klingt die Version der Restoration-Entwickler am besten, die auch im Video am meisten gezeigt wird. Dort werden die besten Aspekte (freie Klassenwahl vor allem) ineinander vereint. Dort kommen inzwischen auch eigens erstellte Inhalte, die über das eigentliche Spiel hinausgehen.

Mich würde interessieren: Funktioniert dieses Spiel überhaupt noch heute ohne Nostalgie? (Und wenn wir dabei sind: Star Wars als Ganzes?) Die Grafik ist recht verstaubt, das Gameplay und die Questprogression altbacken – aber auch zwanzig Jahre nach Release kriegt man in meinen Augen nirgendwo sonst diese Art von Star Wars Gefühl. Hier lassen sich authentische Geschichten in diesem Universum erzählen und viele Ideen ausleben, Abenteuer erleben. Und das in einer Vielfalt, die heutige Spiele einfach nicht mehr bieten können.

Wenn Videospiele und insbesondere MMOs abgeschaltet werden, hinterlässt das oft eine gewisse Lücke im Leben der treuesten Fans. Und wenn das dann auch noch ein Star-Wars-MMO war, ist es nicht verwunderlich, dass sich ehemalige Spieler zusammenschließen, um ihr Lieblingsspiel weiter am Leben zu halten.

Star Wars: Galaxies hat dabei eine so bewegte Entwicklungsgeschichte hinter sich, dass es sogar zu drei komplett unterschiedlichen Rettungsversuchen gekommen ist, die auch alle nach wie vor anhalten. In diesem Video werfen wir einen Blick auf die drei größten kostenlosen Fanserver (SWGEmu, SWG: Legends und SWG: Restoration), auf denen ihr das 2011 eingestellte MMO auch heute noch mit Hunderten anderen spielen könnt.

Vor zehn Jahren habe ich über diese Lücke, die das Ende der Galaxien in meinem Leben hinterließ, für die WASD geschrieben.

Illustrator Martin Ansin beendet seine Star Wars-Trilogie mit einem absoluten Banger, den ich mir direkt gekrallt habe. Ich liebe Return of the Jedi und Ansins dynamische Kompositionen, für mich ist das hier ein match made in heaven und ein krönender Abschluss seiner Posterreihe. Sein Variant Print für Rogue One ziert meine Wohnzimmerwand schon seit 10 Jahren und wahrscheinlich kommt die OT jetzt auch komplett wie oben gezeigt dazu. Die Mark Hamill Likeness wurde von noch keinem anderen Alternate Poster Artist besser getroffen als hier. Aktuell kann “The Empire Falls” noch für einige Stunden bei der Bottleneck Gallery erworben werden als Timed Edition, es bedarf also keiner Eile. Wer will, der kriegt auch eins. Minimale Kritik: Mir fehlt hier noch Admiral Ackbar.

Live: Whitney @ KEXP 2026

03 May, 2026 · Sascha · Musik · Comments

Im Rahmen ihrer US-Tour haben Whitney den guten Leuten bei KEXP in Seattle erneut einen Besuch abgestattet und vier Songs vom neuen Album gespielt. Schon 2020 waren sie einmal zu Gast für ihr Album Forever Turned Around. Das neue Album Small Talk kommt diesem sehr nahe, worüber ich sehr glücklich bin. Whitney haben ihren Sound nie wirklich verloren oder verändert, aber Small Talk ist lyrisch und konzeptionell wieder mehr aus einem Guss und erinnert mich eher an diese träumerische Melancholie, die ich an der Band schätze. Die Aufnahme von 2020 lief für mich seit Jahren jetzt immer wieder mal rauf und runter für ein paar Tage; ich spüre jetzt schon, dass es hiermit ähnlich wird. Diesen klaren Soundmix bei KEXP kriegt man sonst nirgends.

Today we are all InfoWarriors! Oh, es gibt sie noch, die guten Nachrichten! Der Deal scheint durch zu sein: Nach einer Bankrotterklärung vom Tochterunternehmen von InfoWars vor ein paar Jahren hat The Onion Alex Jones’ Unternehmen im Rahmen des Insolvenzverfahrens erworben und nach einigen juristischen Querelen in den letzten Wochen ist das Ding wohl durch.

Gemeinsam mit den Eltern der Sandy Hook Opfer, die Jones über viele Jahre als “Krisenschauspieler” verhöhnte und schlimmste Verschwörungstheorien über das Schulmassaker verbreitete, wurde die Webseite jetzt offline genommen und die Marke “InfoWars” gehört ab sofort The Onion. Das freut mich so, so, so, so, so sehr. Endlich Gerechtigkeit!! Patriots are in control!

Der Infokrieg ist gewonnen, InfoWars geht aber weiter: The Onion plant Merchandise zu verkaufen (“THEY’RE TURNING THE FREAKING LOGO GAY!”) und die Marke nachhaltig in eine Force For Good zu drehen. Tim Heidecker ersetzt Alex Jones und in einem ersten Video gelingt ihm eine unheimlich originalgetreue Parodie. Ich bete für seine Stimmbänder!

Ich bin von der Geschwindigkeit dieser Produktion total überrascht worden. Denn obwohl ich von Zech Creggers Resident Evil-Film wusste, ging ich davon aus, dass der erst nächstes Jahr ins Kino kommen wird. Jetzt gibt es aber bereits einen ersten Teaser Trailer und bereits im September können wir uns von Cregger knapp ein Jahr nach Weapons gruseln lassen. Krass!

Obwohl ich durchaus viel Liebe fürs Horrorgenre in vielfältigen Medien in meinem Herzen trage, hat es für Resident Evil irgendwie nie gereicht. Zuerst war ich als Knirps zu verängstigt, später dann doch ein bisschen zu abgeturnt von den beliebigen Spielwelten und punishing mechanics (und durchaus immer noch verängstigt). Das war einfach irgendwie nie so recht mein Ding, auch wenn ich das aus der Ferne durchaus beeindruckt bei jedem Release mitverfolgte und diverse Playthroughs verfolgt habe.

Ich glaube, dass ich diese T-Virus-Mutationen in andere Monster außer Zomibes konzeptionell irgendwie nicht so richtig mag, da werde ich einfach nicht warm mit. Gleichzeitig macht es mir hier nichts aus: In Creggers Film, der so ein bisschen eine lange Verfolgungsjagd wie Mad Max: Fury Road sein soll, trifft ein bisher noch namenloser Protagonist (der überaus sympathische Austin Abrams) auf diverse furchterregende Monster. Das gibt mir schon mal viel Sicherheit, denn die Reveals in Barbarian und vor allem auch Weapons fand ich unterwältigend und im Design bisweilen sogar recht problematisch.

Besonders cool und erfrischend finde ich diesen Ansatz, einfach die Geschichte eines NPCs am Rande der Videospiele zu erzählen. Es gibt jetzt schon Theorien von Fans (Stop coping, ser!), dass am Ende Leon den Typen hier retten wird oder er nach einem Biss selbst als Zombie dann Leon begegnet, kurz bevor dieser in die Polizeistation geht und ähnlicher Quatsch. They’ll simply never get it.

Der Setbesuch von IGN besticht durch viele Zitate Creggers. So will er sich gar nicht an den Spielen messen, etwas Eigenständiges erzählen und er erzählt, dass er selbst durch und durch Fan ist. Und das sieht man ja: Viele Schlüsselmomente spiegeln Gameplay-Aspekte wieder und einige Over-Head-Shots fangen die Atmosphäre und Perspektive des Spiels ziemlich gut ein. Ich habe hier ein sehr gutes Gefühl und wenn der Film erfolgreich wird (wovon ich ausgehe, denn das hier sieht super aus), bin ich sehr gespannt, was Cregger mit seinem Freifahrtsschein dann machen wird. Auf der CinemaCon wurde bereits sein nächster Film The Flood, wohl Sci-Fi-Horror, angeteaset. We eating good, fam.

Ich muss zugeben, dass ich diese Pitches à la X meets Y recht demütigend fände als Entwickler, wenn nicht sogar herablassend in meiner Position, aus der ich nur schlicht berichte und nicht kreiere. Da schwingt immer so ein Hauch Abwertung mit, oder nicht? Aber ey, nennen wir das Kind doch beim Namen: 15 Jahre später und wir machen im Indie-Game-Game immer noch Journey? Nur halt nun gemischt mit Monument Valleys stylized, isometric look und dazu soundbasiertem Gameplay? Klingt doch nach einer guten Zeit in Anlehnung an zwei meiner liebsten Spiele aller Zeiten. Löfsong beweist, dass man das Rad nicht immer neu erfinden muss.

Das sowjetische Gegenstück zum bekannten und viel fotografierten A7L-Raumanzug der NASA ist der Krechet-94, der allerdings nie tatsächlich zum Einsatz kam. Diverse Auktionshäuser wie Sotheby’s haben manchmal ein Exemplar, viele wurden nicht jedoch verständlicherweise nicht produziert. Das Ding wurde jetzt für 300.000 US-Dollar auf eBay angeboten und wohl unter der Hand verkauft, denn es wurde nach einem viralen Tweet (oben) offline genommen. Verrückt – so leicht hat die NASA ihr Artemis-Anzugproblem gelöst!