PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Minecraft in 2026

14 Apr, 2026 · Sascha · Games,Tech · Comments

Speaking of graphics in videogames… Diesem Typen hier mit einem PC der NASA folge ich schon lange und bestaune seine Grafik-Modding-Videos alle paar Jahre mal wieder in Beiträgen zu Fallout 4, Cyberpunk oder einem hyperrealistischen Wald (das fand ich echt krank). Das hier zu Minecraft zeigt Landschaften nach ungelogen 20 Ray-Tracing und Texture-Mods und das sieht schon verrückt aus. Aber das ist ja kein Minecraft mehr. Oder?

Spannendes, philosophisches Paradoxon, so ein bisschen Minecraft of Theseus oder so. Ich finde es technisch beeindruckend und ich glaube, dass solange genau dies so möglich sein wird und Leute beeindruckt, einfach weiter bis an die Grenze gegangen wird. “Minecraft” ist dabei lediglich nur noch eine Idee, ein Vehikel zur Darstellung der technischen Raffinesse. Wobei das Spiel sich auch durch seine rudimentäre Grafik und immense Mod-Szene sich auch wie kaum ein anderes Spiel dafür eignen wird. Die Nostalgie wird ihr Übriges dazu beitragen.

Zufällig auf dieses Video von einem kleineren YouTuber gestoßen, der kurz und knapp in einem Dutzend Minuten sehr gut auf den Punkt bringt, wie Spieleentwickler im Glauben an hochauflösende Grafiken ihre Spiele ruinieren. Statt einer markanten Entscheidung für einen besonderen Grafikstil, hecheln viele Studios – oft bestimmt auch auf Druck ihres Publishers – werbefreundlichen Features wie immer hochauflösenderen Texturen und realitätsgetreuen Belichtung hinterher.

Doch diese versprechen keine spannenden kreativen Entscheidungen und auch keine Garantie auf Erfolg. So kommt es, dass selbst Remakes – sowieso so ein Ding, über das die Spielebranche mal hinwegkommen müsste – von zehn oder zwölf Jahre alten Spielen am Ende zwar vielleicht im Detail mehr bieten, im Großen und Ganzen aber schlechter dastehen.

NVIDIAs DLSS 5-Technologie, angekündigt für Herbst 2026, setzt diesem Trend dabei die Krone auf: Mit KI-Upscaling-Technologie werden Spiele automatisch “verbessert”. Doch dabei wird die menschliche Handschrift verwaschen, da das klassische Rendering mit der KI verschmilzt. Und dazu träumt die KI oft Details hinzu, wo keine sind. Am Ende sieht auch alles gleich aus. The future is not bright. Die einzige Rettung scheint wie so oft von den Indie-Devs zu kommen.

Dazu passt auch der neue Videozusammenschnitt von Crowbcat zum Remake von Resident Evil 4.

Babygirls, wir müssen reden. Denn nein, es handelt sich hierbei nicht um einen Uploadfehler. Vor genau einem Jahr startete die zweite Staffel von The Last Of Us und obwohl ich die Videospielvorlagen liebe und auch die Adaption in der ersten Staffel großatig fand, hatte mich diese mutlose Fortsetzung der Erzählung von Part II so zerstört zurückgelassen, dass ich erst einmal keine Lust mehr darauf hatte.

Nun ließ der HBO-Chef in einem Interview mit Deadline die Bombe platzen: Womöglich ist sogar nach Staffel 3 Schluss mit der Serie. Keine vierte Staffel für den Epilog, und vielleicht auch keine Adaption eines inzwischen hochwahrscheinlichen dritten Teils. Das hätte in meinen Augen leider gute Gründe und die liegen vor allem bei Craig Mazin und seinem komischen Verständnis der Spielestory mit immensen Folgen für die Charakterdarstellung.

Das ist eine große verpasste Chance im Genre, eigentlich eine Schande in meinen Augen und definitiv ein Grund, doch nochmal das Mikrofon zu ergreifen. Wieso genau und warum gibt es im neuen PewCast mit Stefan vom Hyperraum Podcast nachzuhören.

Für Feedback oder Fragen verfasst ihr einen Kommentar unter diesem Post, eine Mail an mail@pewpewpew.de oder einen Tweet @PewPewPewBlog bzw. @reeft. Wenn ihr den Podcast unterstützen wollt, dann hinterlasst doch gerne eine Bewertung auf iTunes.

Shownotes:
Bildquellen: © HBO
PewCast 052: The Last Of Us Part I
PewCast 053: The Last Of Us Part II
PewCast 142: The Last Of Us – Staffel 1
Stefans Podcast: Hyperraum Podcast
Instagram: Hyperraum Podcast

Play

Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast176.mp3 (81 MB)
Soundcloud: PewCast 176: The Last Of Us – Staffel 2
iTunes: PewCast
Spotify: PewCast
Podcast-Feed: https://feeds.feedburner.com/pewcast

Christian Alt und ich haben viel gemeinsam: Wir mögen beide For All Mankind, glauben irgendwie an UFOs und genau wie ich kann er auch nicht wirklich kochen (Ich habe z.B.  gerade Bouillabaisse als “Bulyabäs” gegooglet). Also hat er jetzt eine Kochsendung. Diese Go-Getter-Attitude liebe ich an ihm. Und als picky eater liebe ich Bratkartoffeln noch viel mehr. Für mich also wie pefekt zubereitet: In 5 von 5 wird er sich nun von guten Köch*innen erklären lassen, wie man diese Arbeit geschmackvoll verrichtet und hat dabei nachvollziehbare Gedanken aus dem Off wie “Ist mein Körper vielleicht zu groß zum Kochen?!” Yes, chef – dafür bezahlte ich gerne GEZ-Gebühren. Es ist gerade btw 20 Minuten nach Mitternacht, aber ich habe jetzt brutalen Hunger. Fun Fact: Nach 17 Jahren Blog zum ersten Mal gerade “Kochen” als Tag eingeführt lol.

Ich habe das Video trotzdem eingebunden, auch wenn es sich nur auf YouTube abspielen lässt.

Nutella in Space

11 Apr, 2026 · Sascha · Alles sonst so · Comments

Mother Mary steht auf meiner Filmhighlights-Liste für dieses Jahr – gerade so. Aber auch nur wegen David Lowery. Und ich denke auch Anne Hathaway vielleicht, die hier fabelhaft aussieht. Michaela Coel und Hunter Schafer sind ebenfalls mit von der Partie; das ist nett. Aber die Trailer hitten für mich gar nicht. Weder die Musik von FKA noch das Thema jucken, auch weil da im Psycho-Thriller/Horror-Genre einiges in den letzten Jahren mit Smile 2, Trap, Vox Lux, etc. auch alles abgegrast wurde. Die zweite Hälfte muss wohl sehr weird werden, was Lowery gut kann. Dass der Film mal als “spiritual sequel” zu meinem Freund dem The Green Knight angeteaset wurde, lässt sich hier für mich noch nicht erkennen. Erscheint am 21. Mai in den deutschen Kinos.

Im Jurassic Park-Sequel The Lost World zeigt InGen-CEO Peter Ludlow bei einem Investorenmeeting ein Modell seines großen Plans zur Rettung des Unternehmens: ein neuer Park in San Diego, zu dem die Dinos von Isla Sorna verschippt werden sollen. Im Alter von zehn Jahren war ich immer noch großer Dino-Fan und regelmäßiger Besucher diverser Freizeitparks pro Jahr, weswegen mich dieses Mashup total begeisterte. Dass es davon im Film ein Modell gab, setzte dem ganzen für mich irgendwie die Krone auf – war ich doch schließlich im Keller mit Opa mehrmals pro Woche an unserer Modelleisenbahn am werkeln.

Dieses Diorama hatte irgendwie eine magische Anziehung auf mich und als ich diesen Tweet sah, kamen ganz viele Erinnerungen hoch. So viele neue Winkel und Details in diesen Fotos aus einer Archiv-Ausstellung laden da echt nochmal zu einer neuen Betrachtung ein. Denn es ist schon interessant, wie viel über die Parks und Worlds im Fandom gesprochen wird, während San Diego meist untergeht. Das liegt aber auch daran, dass gar nicht so viel bekannt ist. Im Lore ist es so, dass Hammond zunächst einen solchen Park plante und mit dem Bau begann, analog zu Disneyland in Kalifornien, bevor er sich für Isla Nublar in Costa Rica entschied. Diese Reste wollten InGen dann nach dem Parkdesaster noch verwerten. Gerade dieses Mysterium macht dieses Parkkonzept für mich so interessant.

Einige Fans haben es auf sich genommen, die wenigen Konzeptzeichnungen aus Hintergründen im Film sowie das Modell als Vorbild für eine digitale Kopie zu nutzen. Im Aufbauspiel Jurassic World Evolutions 3 gibt es diesen Nachbau im Flyby-Video zu bestaunen, schon sehr spannendes und aufregendes Konzept. Mehr Zoo, weniger Safari, daher greifbarer und näher an unserer Realität und auch wohl erschwinglicher, alltäglicher. Vielleicht eine Idee für das Rebirth-Sequel, das laut Gerüchten im Herbst drehen wird?