PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Live: Whitney @ KEXP 2026

03 May, 2026 · Sascha · Musik · Comments

Im Rahmen ihrer US-Tour haben Whitney den guten Leuten bei KEXP in Seattle erneut einen Besuch abgestattet und vier Songs vom neuen Album gespielt. Schon 2020 waren sie einmal zu Gast für ihr Album Forever Turned Around. Das neue Album Small Talk kommt diesem sehr nahe, worüber ich sehr glücklich bin. Whitney haben ihren Sound nie wirklich verloren oder verändert, aber Small Talk ist lyrisch und konzeptionell wieder mehr aus einem Guss und erinnert mich eher an diese träumerische Melancholie, die ich an der Band schätze. Die Aufnahme von 2020 lief für mich seit Jahren jetzt immer wieder mal rauf und runter für ein paar Tage; ich spüre jetzt schon, dass es hiermit ähnlich wird. Diesen klaren Soundmix bei KEXP kriegt man sonst nirgends.

Today we are all InfoWarriors! Oh, es gibt sie noch, die guten Nachrichten! Der Deal scheint durch zu sein: Nach einer Bankrotterklärung vom Tochterunternehmen von InfoWars vor ein paar Jahren hat The Onion Alex Jones’ Unternehmen im Rahmen des Insolvenzverfahrens erworben und nach einigen juristischen Querelen in den letzten Wochen ist das Ding wohl durch.

Gemeinsam mit den Eltern der Sandy Hook Opfer, die Jones über viele Jahre als “Krisenschauspieler” verhöhnte und schlimmste Verschwörungstheorien über das Schulmassaker verbreitete, wurde die Webseite jetzt offline genommen und die Marke “InfoWars” gehört ab sofort The Onion. Das freut mich so, so, so, so, so sehr. Endlich Gerechtigkeit!! Patriots are in control!

Der Infokrieg ist gewonnen, InfoWars geht aber weiter: The Onion plant Merchandise zu verkaufen (“THEY’RE TURNING THE FREAKING LOGO GAY!”) und die Marke nachhaltig in eine Force For Good zu drehen. Tim Heidecker ersetzt Alex Jones und in einem ersten Video gelingt ihm eine unheimlich originalgetreue Parodie. Ich bete für seine Stimmbänder!

Ich bin von der Geschwindigkeit dieser Produktion total überrascht worden. Denn obwohl ich von Zech Creggers Resident Evil-Film wusste, ging ich davon aus, dass der erst nächstes Jahr ins Kino kommen wird. Jetzt gibt es aber bereits einen ersten Teaser Trailer und bereits im September können wir uns von Cregger knapp ein Jahr nach Weapons gruseln lassen. Krass!

Obwohl ich durchaus viel Liebe fürs Horrorgenre in vielfältigen Medien in meinem Herzen trage, hat es für Resident Evil irgendwie nie gereicht. Zuerst war ich als Knirps zu verängstigt, später dann doch ein bisschen zu abgeturnt von den beliebigen Spielwelten und punishing mechanics (und durchaus immer noch verängstigt). Das war einfach irgendwie nie so recht mein Ding, auch wenn ich das aus der Ferne durchaus beeindruckt bei jedem Release mitverfolgte und diverse Playthroughs verfolgt habe.

Ich glaube, dass ich diese T-Virus-Mutationen in andere Monster außer Zomibes konzeptionell irgendwie nicht so richtig mag, da werde ich einfach nicht warm mit. Gleichzeitig macht es mir hier nichts aus: In Creggers Film, der so ein bisschen eine lange Verfolgungsjagd wie Mad Max: Fury Road sein soll, trifft ein bisher noch namenloser Protagonist (der überaus sympathische Austin Abrams) auf diverse furchterregende Monster. Das gibt mir schon mal viel Sicherheit, denn die Reveals in Barbarian und vor allem auch Weapons fand ich unterwältigend und im Design bisweilen sogar recht problematisch.

Besonders cool und erfrischend finde ich diesen Ansatz, einfach die Geschichte eines NPCs am Rande der Videospiele zu erzählen. Es gibt jetzt schon Theorien von Fans (Stop coping, ser!), dass am Ende Leon den Typen hier retten wird oder er nach einem Biss selbst als Zombie dann Leon begegnet, kurz bevor dieser in die Polizeistation geht und ähnlicher Quatsch. They’ll simply never get it.

Der Setbesuch von IGN besticht durch viele Zitate Creggers. So will er sich gar nicht an den Spielen messen, etwas Eigenständiges erzählen und er erzählt, dass er selbst durch und durch Fan ist. Und das sieht man ja: Viele Schlüsselmomente spiegeln Gameplay-Aspekte wieder und einige Over-Head-Shots fangen die Atmosphäre und Perspektive des Spiels ziemlich gut ein. Ich habe hier ein sehr gutes Gefühl und wenn der Film erfolgreich wird (wovon ich ausgehe, denn das hier sieht super aus), bin ich sehr gespannt, was Cregger mit seinem Freifahrtsschein dann machen wird. Auf der CinemaCon wurde bereits sein nächster Film The Flood, wohl Sci-Fi-Horror, angeteaset. We eating good, fam.

Ich muss zugeben, dass ich diese Pitches à la X meets Y recht demütigend fände als Entwickler, wenn nicht sogar herablassend in meiner Position, aus der ich nur schlicht berichte und nicht kreiere. Da schwingt immer so ein Hauch Abwertung mit, oder nicht? Aber ey, nennen wir das Kind doch beim Namen: 15 Jahre später und wir machen im Indie-Game-Game immer noch Journey? Nur halt nun gemischt mit Monument Valleys stylized, isometric look und dazu soundbasiertem Gameplay? Klingt doch nach einer guten Zeit in Anlehnung an zwei meiner liebsten Spiele aller Zeiten. Löfsong beweist, dass man das Rad nicht immer neu erfinden muss.

Das sowjetische Gegenstück zum bekannten und viel fotografierten A7L-Raumanzug der NASA ist der Krechet-94, der allerdings nie tatsächlich zum Einsatz kam. Diverse Auktionshäuser wie Sotheby’s haben manchmal ein Exemplar, viele wurden nicht jedoch verständlicherweise nicht produziert. Das Ding wurde jetzt für 300.000 US-Dollar auf eBay angeboten und wohl unter der Hand verkauft, denn es wurde nach einem viralen Tweet (oben) offline genommen. Verrückt – so leicht hat die NASA ihr Artemis-Anzugproblem gelöst!

Es ist selten geworden, dass eine reine Movienews mir das Vince McMahon Reaction Meme abverlangt, hier aber total verdient: Park Chan-wooks neuer Film The Brigands of Rattlecreek hat ein Drehbuch von S. Craig Zahler und wird Matthew McConaughey, Austin Butler und Pedro Pascal vereinen. Alright, alright, alright!

The movie is understood to follow a sheriff and a doctor who seek revenge against a group of bandits who use the cover of a torrential thunderstorm to rob and terrorize the occupants of a small town. The story will alight on themes central to Park’s oeuvre of vengeance, retribution, the consequences of violence and the power of memory and family, but this time in the American West.

McConaughey in einem richtigen Film. Dass wir das noch erleben dürfen!

Die wahrscheinlich kunstvollste Tech-Review aller Zeiten kommt von Noah Kalina.