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Ein Kursausflug in den Nationalpark steht in den letzten Jahren bei vielen Leuten hoch im Kurs. Um dem stressigen Alltag zu entfliehen und so richtig abzuschalten, muss schon das besondere Naturerlebnis herhalten, wenn der normale Waldsparziergang nicht mehr reicht. Für die Ranger in den Parks sorgt der in den letzten Jahren besonders angestiegene Besucheransturm aber wiederum für Stress. In den USA, wo die Ranger teilweise sogar als Polizeigewalt agieren, müssen die Ranger die Interaktion von Mensch und Natur im besondern Maße managen.
Das Studio To-Go Games hat daraus ein Spiel entwickelt für alle, die von dem spannenden Naturjob beim National Park Service schon einmal geträumt haben. So gilt es Wanderstrecken zu pflegen, bei Notfällen zu helfen und die Sicherheit im Park zu gewährleisten – für Mensch und Tier. Ranger’s Path spielt im fiktiven Faremont National Park, der den großen und bekannten Nationalparks im Nordwesten der USA nachempfunden wurde. Think Glacier, Yosemite, Olympic, North Cascades. Das heißt: Reißende Wasserfälle, gigantische Felsformationen, Wildtiere wie Grizzlys oder Weißkopfseeadler.
Ranger’s Path erinnert natürlich sofort an die Videospiellegende Firewatch, das gerade zehn Jahre alt wurde. Ich war damals ein großer Fan von Campo Santos Abenteuer, das im Laufe seiner Story mysteriöse Züge annahm. Ich denke nicht, dass dieser Walking Simulator hier ähnliche Abbiegungen macht und Bigfoot oder die Verschwörungstheorie der Missing 411 aufgreift – auch wenn das als DLC recht unterhaltend wäre.
Das Spiel steht schon in einem gewissen Spannungsverhältnis: Will das Entwicklerstudio am Ende nur maximalistischen Eskapismus ermöglichen oder thematisiert man schon an den Ecken und Kanten Themen wie Government Shutdowns oder DOGE Layoffs? Vielleicht gibt es ja unterschiedliche Schwierigkeitsgrade: Easy Mode startet mit $24 Milliarden an unterlassenen Instandhaltungskosten. Hard Mode halbiert die Belegschaft und erhöht gleichzeitig die Besucherzahlen.
Ich freue mich enorm auf das Spiel. Ich habe eine wunderschöne Zeit in meinem Leben – nicht als Ranger leider – im Glacier National Park gearbeitet und diese Arbeit steht bewundert und beneidet. Wenn das Spiel am 10. März in den Early Access startet, bin ich dabei.
19 Jun, 2025 · Sascha · Kunst,Photographie · Comments
Man romantisiert natürlich schnell diesen den Lebensstil, die Landschaft, diese Zusammenarbeit. Dahinter stecken auch oft schlimme Schicksale. Aber ich hätte sooo Bock. Für wahrscheinlich zwei Wochen und dann gerne wieder zurück ins normale Leben mit einem Schatz an Fotos. Ich hatte damals in Montana während meiner Work & Travel USA-Reise viele solcher Menschen kennengelernt, die sich mit Saisonarbeit hier und da über Wasser halten und dann wieder für einige Monate verschwinden. Und die Geschichten, die man da erzählt bekommt, sind einfach so wild. Diese endlosen Weiten, in denen man sich in den USA leicht verloren fühlen kann, kontrasiert mit den Gleisen, Symbol für Zivilisation, per Hand und mit viel Mühe ins Land gelegt und als Lebenslinie zwischen Orten dienen. Dieses offene Land, das immer mit einem Versprechen aufwartet. Die Nacht unter klarem Sternenhimmel. Das finde ich schon ziemlich spannend. Einmal sah ich so ein Trainhopping auch live und es war einfach so Badlands-esque. Wie kann man sowas nicht romantisieren? Wunderschöne Fotos einfach.
First poster for Lynne Ramsay’s ‘DIE, MY LOVE’ starring Jennifer Lawrence & Robert Pattinson. pic.twitter.com/YRcDf1swnd
— Film Crave (@_filmcrave) May 18, 2025
Lynne Ramsays neuer Film Die, My Love ist so einer der Filme, die ich nicht auf meiner Liste an diesjährigen Highlights hatte, aber sobald er auf dem Radar erscheint, dort selbstverständlich einen Platz verdient hätte. Jennifer Lawrence, Robert Pattinson, LaKeith Stanfield, Sissy Spacek und Nick Nolte. Montana, Mental Health. Mehr muss ich nicht wissen. Dazu dieses Poster. Man, we are so back. So ein gutes Poster. Bin wirklich baff. Endlich wieder Kunst. So selten!
John Maclean, Sohn von Norman Macleans, veröffentlicht einen Begleitband über die Beziehung seiner Familie zur Natur Montanas, die bereits sein Vater im Klassiker A River Runs Through It beschrieb. Das Buch wurde 1992 von Robert Redford verfilmt, nahe dem Blackfoot River nahe dem originalen Handlungsort Missoula. Über meine Liebe zu Montana schrieb ich hier schon oft und als ich vor zwei Jahren zum ersten Mal ebenfalls in dem Fluss stand, wird einem sofort die Religiösität des Textes klar. “I am haunted by waters.” Wie könnte es anders sein?
Noch eine Woche bis Going-To-The-Sun Road. Noch ein Monat bis Fleet Foxes Konzert. :)
Nicht 100% mein Vibe, aber Ästhetik des Musikvideos und Lyrics befriedigen gerade eine akutes Fernweh.
Zwei Dinge:
1) Natürlich haben wir schon Bilder und Eindrücke aus dem Spiel gesehen, aber nur zwei Monate vor Release bei diesem heiß erwarteten AAA-Titel das erste Gameplay (und dann in dieser Art der Präsentation!) rauszuhauen zeigt wie immens Rockstars Eier sind.
2) Rockstar gelingt es in strahlender Schönheit die heiligen Bilder des amerikanischen Westen von Albert Bierstadt lebendig werden zu lassen, nur damit ich in ihnen meine unheiligsten Triebe ausleben kann. Ein schöner Kontrast.
Das wird das beste Geburtstagsgeschenk aller Zeiten.
Pünktlich wie immer möchte ich dem National Park Service der Vereinigten Staaten mit einem Tag Verspätung alles Liebe zum 100. Geburtstag wünschen! Das kommt als Besucher von vielen Parks, Monumenten und Gedenkstätten und ehemaliger Bewohner sowie Mitarbeiter in einem US Nationalpark wirklich von Herzen. Die Arbeit der Menschen vor Ort ist phänomenal und wird von den liebsten und engagiertesten Typen und Typinnen überhaupt geleistet. Ich möchte nicht die negative Tendenz ausblenden, aber die Arbeit ist so wichtig und sollte weiter richtig finanziert werden. Dafür muss Geld vorhanden sein. Es geht um einen der wichtigsten Jobs im Land überhaupt. Daher: Auf die nächsten hundert!